Dienstag, 4. März 2014

[Rezi] "Drache und Phönix" oder das Buch, das ich nie zuende las




Hallo ihr Lieben,

heute gibt es mal so etwas wie eine Buchrezension auf OktoberWind. "So etwas wie", weil ich keine richtige Rezi über ein Buch schreiben kann, das ich nicht zuende gelesen habe. Das ist mir bisher nur zweimal passiert, nämlich bei "Macbeth" in der 8. Klasse und bei "Der menschliche Makel" - sogar durch "50 Shades of Grey" habe ich mich in 6 Wochen durchgequält. Aber nun zum eigentlichen Thema.

"Drache und Phönix: Goldene Federn", der erste Teil einer Fantasy-Saga von Angelika Monkberg, wurde mir durch http://www.dotbooks.de und http://www.bloggdeinbuch.de zur Verfügung gestellt.

Es geht um Jan Stolnik, der als Drache im Körper eines Menschen gefangen ist und im 18. Jahrhundert mit seinem Herrn nach Venedig reist. Dort trifft er auf La Fiametta, die eigentlich ein Phönix ist und von der er besessen ist.

Das hört sich zuerst sehr spannend an, aber bereits nach den ersten Seiten fragt man sich, ob die Autorin hier ihre ersten Schreibversuche veröffentlicht hat.

Man erfährt nur langsam etwas über Beweggründe und Vorgeschichten der Protagonisten, die aber ein dunkles Geheimnis bergen, das immer wieder angedeutet wird und den Leser bei der Enthüllung wohl schockieren soll (nämlich, dass Jan der Sohn eines Drachen und einer sächsischen Prinzessin ist - Überraschung, das stand schon im Klappentext!). Das misslingt aber völlig und wirkt einfach nur albern.
Die Story ist gespickt mit italienischen Wörtern, mit denen ich nichts anfangen kann und verwirrenden Beschreibungen von Venedig, die ohne Stadtplan einfach sinnfrei sind.
Die Dialoge wirken gestelzt und unglaubwürdig, so dass man der Autorin die Figuren wirklich nie abkauft. Das ist jedoch nicht das Schlimmste: während ich mich auf einen spannenden Fantasyroman gefreut habe, habe ich einen Historienporno bekommen. Nichts ist schlechter als plumpe, derbe und klischeehafte Beschreibung von Sex, vor allem, wenn man nicht mit ihr rechnet (Details erspare ich euch hier).

Das Buch hat zwar nur 156 Seiten, aber trotz redlicher Bemühungen konnte ich mir nur durch gut die Hälfte quälen. Davon abgesehen, das Jan versucht, den Phönix flachzulegen, passiert bis dahin einfach nichts! Da ich nach diesem Auftakt nicht vorhabe, die anderen Teile zu lesen, habe ich dann einfach abgebrochen.

Ein absolut misslungenes Buch, dass ich wirklich niemandem ans Herz legen kann, der auf halbwegs intelligente Literatur steht.


1 Kommentar:

  1. Ohje, das hört sich ja echt nach einem Griff ins Klo an ^^. Ich wäre auch ziemlich enttäuscht, wenn das Buch von dem abweicht, was der Klappentext gesagt hat...
    Und auch wenn das Buch nur 156 Seiten hat, hätte ich es wahrscheinlich ebenfalls weggelegt - ich bin sowieso überhaupt kein Fan von Erotikromanen, und dann auch noch plum und voll mit Klischees?! Nein danke! ^^

    Ich finde es auf jeden Fall gut, dass du dich da nicht durchgequält hast und ich werde mir das Buch ganz bestimmt nicht zulegen! Danke dafür ;-)!

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