Dienstag, 19. August 2014

[Urlaub] Bis zum Nordkapp und zurück (I)

Hallo ihr Lieben,

in diesem Jahr haben wir uns einen kleinen Traum erfüllt und sind nach unserer vor 2 Jahren erwachten Finnland-Liebe in den hohen Norden zurück gekehrt. Zusammen mit einem Freund haben wir uns ein Wohnmobil gemietet und sind von Südfinnland bis zum Nordkapp (und natürlich zurück) gefahren. 2 Wochen haben wir uns dafür Zeit genommen und es war wirklich ein sagenhafte Zeit.

Unsere Route sah wie folgt aus:

Wir sind am Dienstag in Helsinki gelandet, mit dem Zug nach Turku gefahren und dann am Mittwoch in Turku mit dem Wohnmobil gestartet.
An diesem Tag kamen wir nur bis Tampere, wo wir das Glück hatten, auf dem Sommergrundstück einer Frau parken zu dürfen und sie erlaubte uns sogar, ihren Badestrand und ihr Klohaus mitzunutzen (die Sommerhäuser in Finnland haben meist ein Plumpsklo außerhalb).
Das war super, denn nach diesem Tag waren wir total durch und haben uns gleich in die Fluten des Sees gestürzt.





Bis Freitag Abend hatten wir es nach Kajaani geschafft, wo unser WoMo dann das erste Mal den Geist aufgab: während der Fahrt platzte einer der Hinterreifen. Wir hatten Glück, dass nichts passiert ist und mein Gatte den Reifen am Straßenrand wechseln konnte, allerdings war das ein abgefahrener Winterreifen, mit dem wir nicht noch ein paar 1000 km schrubben wollten. Am nächsten Tag eine Werkstatt zu organisieren, erwies sich allerdings als schier unmöglich. Wir hatten aber Glück, dass uns ein Schrotthändler einen verkaufte, sodass wir nicht bis Montag dort festhockten. Wenigstens haben wir wieder einen schönen See gefunden, an dem wir übernachten und zum Abendessen grillen konnten.

Insgesamt war die erste Woche extrem toll; wir sind viel gefahren, haben zum Essen an einem See oder Fluss gehalten und zum Schlafen ebenfalls, ohne uns auf einen Campingplatz stellen zu müssen. Der Polartag (wir haben noch 2 Nächte erwischt, in denen die Sonne nicht untergegangen ist) hat wider erwarten ziemlich geschlaucht, denn wenn es immer hell ist, entwickelt man auch ein anderes Müdigkeitsempfinden. Ich möchte gar nicht wissen, wie die Polarnacht in der Gegend ist, ein halbes Jahr Dunkelheit würde ich wohl nicht durchstehen.

Außerdem hat sich mal wieder gezeigt, dass wir absolute Urlaubs-Geocacher sind. Ich finde, an einem fremden Ort zu cachen, ist der beste Weg um ihn kennenzulernen. Diesen Wasserfall und den anschließenden Wanderweg hätten wir ohne dazugehörige Caches z.B. nicht entdeckt, und der Abend dort war absolut genial!











Am Sonntag erreichten wir dann pünktlich an unserem Hochzeitstag Rovaniemi und damit nicht nur das Zuhause des Weihnachtsmannes, sondern auch den Polarkreis. Und es war schweineheiß an diesem Tag! (Auch wenn wir das hinter Mantel und Pelz gut verstecken^^)

Abends wollten wir dann eigentlich grillen, aber es goss in Strömen (zum ersten Mal in der Woche), sodass wir improvisierten und als Dinner Mud Cake (Schokokuchen mit matschigem Kern) hatten und Birnenwein aus Plastikbechern tranken. Man beachte die romantische Kerzen-App im Hintergrund! :-D
Am Montag ging's weiter nordwärts und wir erreichten einen Campingplatz in der Nähe von Utsjoki, direkt am Fluss Teno, der die Grenze zwischen Norwegen und Finnland markiert.

Die Gegend ist sehr beliebt zum Lachsangeln; ich glaube, wir waren die einzigen Urlauber, die mit Fischen nichts am Hut hatten.

Das hier ist übrigens ein typisch finnischer Campingplatz, wie wir ihn erlebt haben: ziemlich klein und so gut wie leer. (Bitte entschuldigt die Qualität der Bilder, sie sind mitten in der Nacht entstanden, und trotz der Dämmerung mochte meine Kompaktkamera die Lichtverhältnisse nicht)
Auf dem Platz passierte dann das, womit niemand von uns gerechnet hatte und was für uns einer Katastrophe gleichkam: das WoMo gab endgültig den Geist auf. Ohne Finnischkenntnisse mitten in der Pampa waren wir ziemlich aufgeschmissen; glücklicherweise fanden wir eine gute Seele, die für uns mit dem WoMo-Vermieter und diversen Werkstätten verhandelte (3 Wochen Wartezeit für die Reparatur ist in der Gegend ganz normal). Da wir unseren Urlaub nicht nach einer Woche abbrechen und den Traum vom Nordkapp begraben wollten, mussten wir uns wohl oder übel einen anderen fahrbaren Untersatz besorgen.
Die nächste Autovermietung war allerdings in Ivalo, 170km weiter südlich, wo wir am Vortag bereits gewesen waren.
Da die Busse dorthin nur vormittags fuhren, verbrachten wir eine weitere Nacht auf dem Platz, um am Mittwoch unseren Mietwagen abzuholen. Leider war das WoMo nun Geschichte, was unsere weitere Reise nachteilig beeinflusste.

Wie es weiterging, erfahrt ihr im demnächst 2. Teil!

Kommentare:

  1. Oh, diese Fotos ... einfach ein Traum =)

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  2. Was für ein toller Reisebericht und was für schöne Fotos!
    Danke!

    Lieben Gruß,
    ulli ks

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  3. Die Fotos sind einfach klasse und traumhaft schön! :)
    Ich hab das ja schon alles auf Instagram verfolgt und mein Neid wuchs jeden Tag mehr und mehr. Ich bin absolut hin und weg und musste -dank dir- diese Tour nun auch auf meine Urlausliste setzen :D

    Freu mich schon auf Teil 2!

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Oh nein, jetzt hab ich so einen langen Kommentar geschrieben und er ist einfach weg :-(

    Insgesamt: Super schöne Bilder und tolle Urlaubsidee!! <3 ich bin begeistert!!
    Ich habe mich während des Austauschs nach Finnland in das Land verliebt. Im Februar bei Minusgraden und meterhohem Schnee. Warst du mal im Helsinki? Ich würd zu gern mal im Sommer nach Finnland, ich hoffe ihr werdet euch ewig daran erinnern! :-)

    Liebste Grüße, Carina von http://artofcarina.blogspot.de <3

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  6. Hey du,
    ich habe eure Reise ja schon bei instagram verfolgt und es klingt traumhaft.
    Das mit dem WoMo ist zwar doof und in dem Minent echt richtig mies, aber solche Geschichten kann man ewig erzählen.
    Ich würde ja auch gern mal so einen Urlaub mit WoMo machen.

    www.kamerakind.blogspot.de

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  7. Okay, ich gebe es gleich zu - ich hab nur Bilder gekuckt. Aber die finde ich einfach so richtig ... zum Fernweh bekommen, wirklich. Vor allem, weil ich Finnland liebe, ich glaube, alles an dem Land ist toll. Naja, okay, die Preise vielleicht nicht so... Aber allein schon die Musik.! Und die Landschaften :D Beneidenswert, euer Urlaub.

    Liebe Grüße und schönen Sonntag wünsche ich noch,
    Casey

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  8. Wirklich tolle Bilder ;-). Finnland ist wunderschön und die Natur wirklich atemberaubend. Ich hatte im Sommer aber auch arge Probleme mit den hellen Nächten. Man wird nämlich tatsächlich nicht wirklich müde und ist doch irgendwie. Ganz komisches Gefühl. Das Baden in den Seen ist wirklich herrlich, wenn nicht allzu viele Insekten stören.
    Viele Grüße an dich

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