Donnerstag, 28. Januar 2016

[Babystuff] Woran du merkst, dass du Mutter bist

Hallo ihr Lieben,

in unregelmäßigen Abständen wird es sich auf OktoberWind fortan um Themen rund ums Baby drehen.
Mittlerweile ist das Käuzchen schon gut 2 Monate alt und wir haben uns in unseren Alltag gefunden. Ich habe das Glück, ein sehr unkompliziertes, freundliches und ausgeglichenes Baby zu haben und genieße unsere Zeit zu zweit bzw. zu dritt sehr.

In den letzten 10 Wochen habe ich nicht nur mein Baby mit seinen Eigenheiten kennen gelernt, sondern es haben sich auch bei mir einige Verhaltensweisen eingeschlichen, bei denen ich früher nur den Kopf geschüttelt hätte. Ich denke aber, die Mütter unter euch können den einen oder anderen Punkt sicher unterschreiben. :-D
1. Munter nach drei Stunden Schlaf

Du warst früher Langschläfer und unterbrechungsfrei lange zu schlafen war dir heilig?
Verabschiede dich davon! In Zukunft hat dein Baby spätestens alle 4 Stunden Hunger - leider auch nachts. Das heißt, dass du längstens 3 Stunden am Stück schlafen kannst - und nach ein paar Wochen kannst du tatsächlich nicht mehr länger schlafen - nach spätestens drei Stunden wachst du munter auf, selbst wenn dein Baby, die Schnarchnase, doch noch länger pennt und du ungeduldig darauf wartest, dass es endlich mal wach wird.

2. Duschen kann man immer!

Du hast bislang immer morgens nach dem Aufstehen oder abends vorm Schlafen gehen geduscht? Das wirst du nicht mehr lange durchziehen können. Morgens hält dich dein Baby auf Trab, weil es nach den viiiielen Stunden Nachtschlaf garantiert munter ist oder es schläft nur im Tragetuch (was die eigene Körperpflege nicht gerade erleichtert) und abends bist du so geschafft, dass dir alles egal ist - Hauptsache, du bekommst ein paar Minuten Schlaf. Aber da du ja eh mitten in der Nacht nach drei Stunden wach bist und das Baby entweder schläft oder du deinen Partner zum Flasche geben verdonnert hast, kannst du dich auch jetzt unter die Dusche schwingen - eine bessere Gelegenheit wird es heute sicher nicht mehr geben!

3. Bettina, pack deine Brüste ein!

Dieses Lied wurde bestimmt für eine stillende Mutter geschrieben. Auch wenn du früher sogar in Schwimmbadduschen die Badesachen angelassen hast - jetzt macht es dir nichts mehr aus, auch vor fremden Frauen die Brüste auszupacken und dein Kind zu füttern.

4. 1, 2, Wiegeschritt

Dein Baby schläft am besten, wenn es von dir hin- und hergeschuckelt wird, sei es, wenn du auf dem Sofa sitzt oder es im Tragetuch vor deinem Bauch hängt. Irgendwann fällt dir auf, dass du dich immer, wenn du sitzt oder stehst, von links nach rechts wiegt - während der Opa das Baby auf dem Arm hat.

5. Plappern

Wenn du den ganzen Tag allein mit deinem Baby bist, unterhältst du dich natürlich auch mit ihm und erzählst ihm alles, was du gerade tust, denn für das Kleine ist es beruhigend und bindungsstärkend, deine Stimme zu hören.
Nach ein paar Wochen fällt dir auf, dass du alles kommentierst was du tust, obwohl das Baby gar nicht da ist - dafür aber der Rest der Verwandtschaft.

6. Die Mama macht's

Wenn du mit deinem Baby redest, sprichst du von dir selbst meist als "die Mama", damit der Krümel auch weiß, mit wem er es zu tun hat. Irgendwann merkst du, dass du, egal vor wem, von dir selbst immer noch als "die Mama" und nicht als "ich" redest.

7. Saubere Kleidung wird überbewertet

Du hast dein Baby gefüttert, aber mal wieder kommt oben fast so viel raus, wie gerade reingegangen ist. Natürlich nicht auf das sorgfältig drapierte Spucktuch, das wäre ja langweilig, denn das Baby schafft es immer, den Kopf genau dann entweder zu deinem Arm oder Dekolleté zu drehen, sodass die halbverdaute Milch in deinen Ausschnitt läuft. Aber der kleine Schnuffi hat sich so schön an dich gekuschelt, nachdem sein Bäuchlein Erleichterung hatte, also ignorierst du die langsam trocknende Milch an dir gekonnt und schmust erst mal eine Runde, bis du Milchflecken und Geruch vergessen hast.

8. Shopping Queen

Alle paar Wochen gönnst du dir eine kleine Auszeit und schlenderst durch die Stadt, um mal wieder so richtig nett zu shoppen und dir was Schönes zu gönnen. Was kaufst du letztendlich? Irgendein praktisches Teil für dich, das zum Stillen geeignet, nicht zu empfindlich und leicht zu reinigen ist, und eine Tüte voller Kram für dein Baby, denn du entdeckst plötzlich an jeder Ecke Kleidung, Spielzeug und Accessoires, die so niedlich sind, dass du nicht daran vorbei gehen kannst. Die Person mit lauter "eigentlich habe ich ja genug" bist plötzlich nicht mehr du selbst, sondern das halbmetergroße Wesen neben dir.

Wenn ihr selbst schon Kinder habt - habt ihr auch Macken, die vor dem Baby nicht da waren?




Kommentare:

  1. Man schiebt alles beruhigend hin und her... auch mal den Einkaufswagen statt den Kinderwagen :-)... aber es vergeht wieder ;-)

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    1. :-D Das hat mir eine Freundin auch erzählt, allerdings war ich noch nie mit Kind einkaufen und kann es daher nicht bestätigen.

      LG, OktoberKind :-)

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  2. Ich kann leider nicht mitreden, aber Punkt 5 finde ich sehr witzig. Viel Spaß beim Mitternachtsduschen und LG, Andrea von mescaleraswelt.blogspot.de

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  3. Ich kenne sie ALLE. Obwohl, geduscht habe ich mitten in der Nacht nur nach monstermäßigen Kotzorgien des kleinen Herrn, inklusive Haarewaschen bäääh!
    Meine AHA MAMA Momente kommen immer dann, wenn ich auch beim alleine Autofahren auf Windräder, Traktoren und dergleichen aufmerksam machen möchte und schon den Mund offen habe zum Reden :D Ich freu mich auf mehr solche Beiträge!
    Liebe Grüße

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    1. Ih, so schlimm ist die Spuckerei zum Glück bei uns noch nicht!
      Die Sache mit den Windrädern & co. steht mir dann auch noch bevor, gut zu wissen! :-D

      LG, OktoberKind :-)

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  4. Hey :)
    Bin zwar noch länger entfernt von Kindern, habe den Artikel grad aber richtig gerne gelesen. Toll geschrieben.
    lg Mella ♥

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  5. hach ja, da spricht die mama aus vollem herzen :)
    ich wünsche dir ein schönes wochenende!

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    1. Vielen Dank, liebe Jenny, dir eine schöne Woche! <3

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  6. Süßer Artikel, man merkt, dass du aus Erfahrung schreibst :-) Genau zu diesem Thema habe ich auch letztes Jahr einen Artikel geschrieben:) Wir Mamas sind manchmal Superhelden im Alltag.

    Liebe Grüße,
    Ari

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