Montag, 17. Oktober 2016

[Babyschnack] Wagen und Tragen - die Transportmittel unserer Kids

Schon vor der Geburt des Käuzchens war für mich klar, dass ich den Zwerg nicht nur im Kinderwagen durch die Gegend kutschieren will, sondern wenn möglich auch tragen möchte. Trotzdem haben wir dem Kauf des Wagens wesentlich mehr Zeit gewidmet als der Wahl des Tragesystems.
Nach tagelangem Surfen im Netz, um herauszufinden, welche Ansprüche wir an den Wagen haben und welches Modell diesen am ehesten entspricht, und wurden schließlich fündig. Ein Teutonia Quadro S sollte es werden - wie bescheiden sich manche Kinderwagen schieben lassen, insbesondere Billigwagen, weiß ich aus eigener Erfahrung. Allerdings war ich auch nicht bereit, 600€ und mehr für einen Kinderwagen auszugeben. Die Lösung lag auf der Hand - gebraucht kaufen! Sehr schnell fanden wir bei ebay Kleinanzeigen ein paar Orte weiter ein Exemplar, das aussah wie neu, aber nur einen Bruchteil kostete.

Der Kleine mochte den Wagen zum Glück, spazieren gehen funktionierte in den ersten Monaten hervorragend. Er passte auch in die Tragetasche, bis er sitzen und nicht mehr liegen wollte. Der Umbau zum Buggy ist einfach und glücklicherweise kann man zwischen beiden Fahrtrichtungen wählen.
Im ersten halben Jahr war der Wagen auch super für ein Nickerchen (zumindest, so lange sich der Wagen bewegte). Inzwischen, mit 11 Monaten, findet er es zunehmend doof, im Kinderwagen sitzen zu müssen - hier kann man ja nicht rumkrabbeln, sondern muss still sitzen. Bislang hat sich die Investition aber absolut gelohnt.


Weil ich es mir toll vorstellte, mein Kind nah bei mir zu haben und zu tragen, wollte ich ursprünglich nach der Geburt eine Trageberatung machen. Dann lieh mir eine Freundin ein Tragetuch von Hoppediz und meine Hebamme zeigte mir, wie es richtig gebunden wird. Der Kleine fand es gemütlich und schlief sofort ein. Damit war das Thema Trageberatung erstmal erledigt, denn ich hatte ja etwas gefunden, was für uns funktionierte. Besonders von der dritten Woche bis zum vierten Monat war das Tuch essentiell, denn der Kleine hat in dieser Zeit viel geschrien und besonders tagsüber schlecht geschlafen. Abgelegt werden wollte er auch nicht, so habe ich ihn eben getragen, denn so war er zufrieden und hat super geschlafen (und ich konnte auch mal ein Nickerchen machen, denn auch die Nächte waren anstrengend - und sind es immer noch).
Für mich war das selbstverständlich, aber aus meinem Umfeld musste ich mir einige kritische Stimmen anhören. Ein Tuch ist nicht sicher (das Baby könnte ja rausfallen), die Haltung sei nicht gut für den Rücken, es könnte sich zu sehr ans Tragen gewöhnen und es "für immer" einfordern usw. Nichts davon ist natürlich eingetreten, aber das war das erste Mal, dass meine Art der Erziehung in Frage gestellt wurde.
Leider ist der Papa mit dem Tuch nicht zurecht gekommen, sodass wir uns nach einer Alternative umsehen wollten. Elastische Tragetücher schieden aus, und verschiedene andere Tragesystem ebenfalls. Sofort gefiel uns aber die Marsupi - stabil genug, damit das Käuzchen richtig sitzt, einfach anzulegen dank der Klettverschlüsse und dadurch auch größentechnisch super einstellbar und sehr bequem - wesentlich bequemer z.B. als die Ergobaby mit den Schnappverschlüssen. Auch hier fühlte sich der Zwerg wohl und schlief auch gern darin. Mit einem guten halben Jahr fand er es aber langweilig, mit dem Rücken zum Geschehen getragen zu werden und versuchte, sich während des Tragens zu drehen, was natürlich ungünstig war. Auch die Versuche, ihn auf der Hüfte zu tragen, liefen ins Leere, weil er sich ebenfalls nach vorn und zur Seite lehnte und so halb lag. Da er inzwischen ziemlich schwer geworden ist und sich auch beim Getragenwerden gern bewegt, verwende ich die Marsupi nur noch selten. Im Haus gar nicht mehr, denn hier krabbelt, läuft und klettert er hinterher oder vorneweg, unterwegs eigentlich nur noch auf unwegsamem Gelände oder wenn das Auto bei Ausflügen schon ohne Wagen voll ist.

Eigentlich habe ich mit dem Tragen aber noch nicht abgeschlossen. Mit mittlerweile etwa zehn Kilo ist mir der Knirps aber zu schwer für die Hüfttrage und ich werde mir demnächst anschauen, wie ich ihn bequem auf dem Rücken tragen kann. Besonders, wenn er einen anhänglichen Tag hat (was bei dem kleinen Wirbelwind mittlerweile häufiger vorkommt), ist das vielleicht die Lösung, um ihn nicht permanent auf dem Arm rumschleppen zu müssen.

Wie habt ihr eure Kinder "bewegt" oder wie möchtet ihr das machen, wenn ihr mal Kinder bekommt?




Kommentare:

  1. hey ihr süßen, das sind ja niedliche bilder!
    meine schwester hat diese tragetücher mit gewissen techniken, ich finde das immer bewunderswert was es nicht alles für möglichkeiten gibt.
    liebe grüße!

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  2. Das sind ein paar interessante Vehikel dabei.

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